Wohngebiete in Kempten: aktueller Stand

Martina Diemand
Foto: Martina Diemand
Jakobwiese

98 Eigentumswohnungen baut die Sozialbau derzeit im Wohngebiet Jakobwiese an der Stadtbadstraße. An der Südwestecke des Geländes entstehen acht Gebäude. Die Hälfte der Wohnungen wurde bereits übergeben, auch die anderen Einheiten sind verkauft. Die Bebauung des gesamten Quartiers soll im Sommer 2018 abgeschlossen sein.

Anfangs holperte es noch bei der Entwicklung der Jakobwiese – das ist allerdings über 20 Jahre her. Nach einigen Umplanungen wurde das Areal im Kemptener Westen ein begehrtes Wohngebiet. Die jetzt entstehenden Wohnungen seien schnell verkauft gewesen, berichtet Sozialbau-Chef Herbert Singer. Mit 110 Stellplätzen in einer Tiefgarage und 14 oberirdischen Parkplätzen ist laut Sozialbau für genug Parkraum gesorgt. 90 Prozent aller Käufer stammten aus der Region, freut sich das Sozialbau-Team. Und darunter seien viele, die selbst in die Wohnungen einziehen. Das spreche für die Qualität des Projekts. Diese Käufer seien im Gegensatz zu manchen Kapitalanlegern besonders daran interessiert, dass ihr Umfeld auch in fernerer Zukunft passt.

Die Energieversorgung funktioniert aus der Nachbarschaft: Das Nahwärmenetz des Cambomare bedient bereits 200 weitere Wohnungen auf der Jakobwiese. Vier Häuser sind im Projekt „Jakobwiese-Südwest“ derzeit noch im Bau. Bis Sommer 2018 werde die Bebauung des gesamten Areals abgeschlossen sein, sagt Singer. Aktiv ist die Sozialbau parallel auch mit dem Bau von 75 Eigentumswohnungen und 45 Mietwohnungen auf dem ehemaligen Krankenhausgelände in der Memminger Straße.

Auch anderswo geht es voran

Als „Kemptener Modell“ für die bürgerliche Mitte errichtet die städtische Tochtergesellschaft zudem 36 Mietwohnungen am Schwalbenweg in Thingers, 46 in den Sheddachhallen an der Iller und ab Herbst 54 Familienwohnungen sowie 45 Studentenzimmer im ehemaligen Lazarett am Calgeer-Park im Haubensteigweg. In den nächsten drei bis vier Jahren, sagt Singer, werde der Bauboom nicht abflauen. Die Kapazitäten der Baufirmen seien derzeit am Limit. Denn in den „Nuller-Jahren“ sei zu wenig gebaut worden, die Menschen hätten lieber in Aktien investiert. Nachholbedarf bestehe auch deshalb, weil die Bevölkerung weiter wachse und mit den jetzt 50-Jährigen geburtenstarke Jahrgänge Entscheidungen für ihre Zukunft treffen würden. Dazu komme, dass die Stadt Kempten und der Landkreis Oberallgäu „halt doch hochattraktiv sind“, findet Singer.

Text: se

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