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Möbel aus hoch-
wertigen Hölzern

Massivholzmöbel besitzen eine ganz besondere Ausstrahlung: Kein Baum gleicht dem anderen und selbst das Holz desselben Baumes besitzt unzählige Farb- und Strukturnuancen. Üblich für die Herstellung von Massivholzmöbeln sind zum Beispiel Ahorn, Birke, Buche, Eibe, Eiche, Erle, Esche, Fichte, Kiefer, Kirschbaum, Lärche und Nussbaum. Alle diese Arten sind langlebig und den Anforderungen des Alltags gewachsen. Massives Holz ist ein Naturprodukt – und dadurch „lebt“ es auch. Im Laufe der Zeit kann sich beispielsweise die Farbe ändern oder es entstehen kleine Haarrisse. Das ist allerdings völlig normal und beeinträchtigt die Haltbarkeit und den Wert des Möbelstücks nicht. Dazu kommen Farb- und Strukturunterschiede, Verwachsungen und Spuren von Ästen, die als Echtheitsmerkmal gelten und jedes Möbel zu einem Unikat werden lassen. Auch auf schwankende Raumtemperaturen und Luftfeuchtigkeit reagiert das Holz: es „arbeitet“, nimmt Raumfeuchte auf und gibt sie wieder an die Umgebung ab.

Natürlichkeit und dezente Exklusivität

Während zu Zeiten des „Gelsenkirchener Barock“ kein Weg an Eiche vorbeiführte und Ende der 1990er-Jahre dann die große Zeit der massiven Fichtenmöbel begann, ist heute Vielfalt gefragt. Denn wie die meisten Bestandteile der Inneneinrichtung unterliegt auch Holz immer wieder neuen Trends und Modeströmungen. Aktuell orientieren sich die Verbraucher wieder zurück zur Natur, berichtet Fachjournalist Martin Blömer von der Ratgeberzentrale.de: „Gefragt sind Hölzer, die Natürlichkeit mit Charakter und dezenter Exklusivität verbinden.“ Besonders hoch im Kurs stehen individuelle Möbel aus Padouk-Pommele, geräucherter Eiche und Lerche, Roseneiche, Kern-Ahorn oder Makassar.

Padouk-Pommele etwa ist ein außergewöhnliches Holz: Es wächst auf Lavagestein und ist damit äußerst selten. Ein besonderes Kennzeichen ist die leuchtend rote Fleckenmaserung, die von korallenrot bis orangebraun reicht. Ein besonderer Reiz geht von den tiefen Poren aus, die dieses Holz prägend strukturieren. Im starken Kontrast dazu stehen die dunklen Töne von geräucherter Eiche – eine alte Verarbeitungstechnik, die heute wiederentdeckt wird. Beim sogenannten Räuchern von Eiche wird das Holz mit Ammoniak oder Salmiak begast, wodurch eine Anfärbung der Oberfläche bis hin zu einer Durchfärbung des Holzes erreicht wird. Das daraus entstehende dunkle Holz liegt optisch im Trend und wartet zudem mit vielen Vorteilen auf: Es ist alterungs- und lichtstabil sowie elastischer und dadurch leichter zu verarbeiten. Eine umfassende Beratung zu den Holzarten gibt es im Tischler- und Schreinerhandwerk. Die Spezialisten für hochwertige Einrichtungslösungen wissen um die Besonderheiten der Verarbeitung, der Pflege und die gestalterischen Möglichkeiten jeder Holzart.

Hölzer aus aller Welt

Als Roseneiche oder auch Asteiche beispielsweise wird stark knorriges und astiges Eichenholz bezeichnet. Ihr Kennzeichen sind die Maserungswirbel, die jedem Möbelstück einen unverwechselbaren Charakter verleihen. Kern-Ahorn wiederum punktet mit seinem Braunkern. Das interessante Spiel der Linien und der Maserung lässt das Holz weich und lebendig wirken. Bei Makassar handelt es sich um eine Holzart, die zur Familie der Ebenhölzer gehört. Aufgrund seiner hohen Härte ist es schwierig zu bearbeiten, dafür aber äußerst witterungsfest. Welches Holz jeweils für das Wunsch-Möbelstück am besten geeignet ist, hängt von vielen Faktoren – und nicht zuletzt dem persönlichen Geschmack – ab.

Quellen: djd / Topa Team / ela