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Saftiges grün
für Fassade und Dach

Mit einer Dach- und Fassadenbegrünung bringt man nicht nur die Natur zurück in die Stadt: Sie übernimmt auch weitere wichtige Funktionen wie beispielsweise die Filterung von Feinstaub oder den Rückhalt von Regenwasser. Wir haben nützliche Tipps zur Planung und Umsetzung.

Ob Regenrückhalt oder verbesserter Wärmeschutz, ob optische Akzentuierung oder die Sehnsucht nach einem „Fleckchen Grün“ in der manchmal tristen Stadtumgebung: Die Beweggründe für eine Dachbegrünung sind vielfältig, der Nutzen, den die Bauherren davontragen, groß. Um sich dauerhaft an der Dach- und Fassadenbegrünung erfreuen zu können, müssen Bauherren bestimmte Voraussetzungen erfüllen und sich kundig über die jeweils erforderlichen Arbeitsschritte machen.

Die Gartenoase auf dem eigenen Dach

Besonders im Frühjahr geht nichts über den Anblick einer grünen, saftigen Wiese, bunt blühender Stauden und sprießender Bäume. Inmitten der Natur kann man durchatmen und neue Kraft für den Alltag tanken. In Ballungszentren ist Grünfläche jedoch oft eine Seltenheit. Graue Fassaden, Hochhäuser und Beton prägen das allgemeine Stadtbild. Doch das Auge verlangt nach mehr Grün. Damit die Optik des Straßenbildes aufgelockert wird und wieder Freude verbreitet ist eine Dach- und Fassadenbegrünung genau das Richtige. Von immergrünem Efeu, über das jahreszeitliche Farbenspiel des Wilden Weins, bis hin zur Blüte der Kletterrose, kann die Fassade zum Ausgangspunkt der Natur direkt vor der eigenen Haustür werden. Auch bei der Dachbegrünung hat man zahlreiche Möglichkeiten: Carports und Garagen können mit einer Blumenwiese zum Leben erweckt werden. Begehbare Flachdächer können beispielsweise zum Spielplatz für Kinder werden oder zum eigenen Garten, in dem man die ersten wärmenden Sonnenstrahlen des Jahres genießen kann.

Dachbegrünung fördert angenehmes Klima

Wegen ihrer positiven Eigenschaften ist Dachbegrünung derzeit in aller Munde. Begrünte Fassaden und Dächer filtern den Feinstaub aus der Luft und mindern den Straßenlärm. Außerdem stellt ihre Pflanzendecke eine natürliche Wärmedämmung dar, die das  Gebäude vor Extremtemperaturen schützt und hilft, Energiekosten einzusparen. Sehr interessant ist eine Dachbegrünung auch hinsichtlich der Einführung der so genannten gesplitteten Abwassergebühr – eine Gebühr, die von Städten erhoben wird, um die Kosten für die Entsorgung von Schmutz- und Regenwasser zu trennen. Begrünte Dächer können so viel Regenwasser speichern, dass die Kanalisation spürbar entlastet wird und sich die Gemeinden teure Regenrückhaltebecken sparen können. Daher werden Dachbegrünungen in Orten mit gesplitteter Abwassersatzung oftmals gebührenmindernd berücksichtigt. Nicht zuletzt sehen begrünte Fassaden und Dächer schön aus und schaffen eine lebenswerte

Umgebung mit angenehmem Klima

Damit Fassaden und Dächer fachgerecht und damit dauerhaft begrünt werden, gibt die Fachvereinigung Bauwerksbegrünung e.V. (FBB) auf ihrer Internetseite viele nützliche Hinweise: Neben Planungsgrundlagen finden Selberbauer dort eine Auflistung geeigneter, geprüfter Dachabdichtungen bzw. Wurzelschutzbahnen, Tipps zur Pflege und Wartung sowie detaillierte Pflanzenlisten. Damit können sie sich umfassend informieren und eine geeignete Pflanzliste von Wiesen- und Küchenkräutern, z.B. für ihre Garage, zusammenstellen.

Text: tdx / Laura Alsleben