Induktion oder Glaskeramik? Vor- und Nachteile der Kochfelder

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Foto: epr/Schmidt Küchen

Eine neue Küche soll her und alle Küchengeräte werden ausgetauscht – hierbei gibt es zahlreiche Faktoren zu beachten. Neben dem Kühlschrank ist das Kochfeld eines der wichtigsten Elemente in der Küche. Doch welches ist das richtige? Ohne Gasanschluss in der Küche bleiben das Induktionskochfeld oder das klassische Cerankochfeld als Möglichkeiten übrig.

Das Kochgeschirr bestimmt mit

Die Entscheidung für ein Kochfeld ist in diesem Fall vor allem von den vorhandenen Kochtöpfen abhängig – denn ein Induktionskochfeld funktioniert nur mit Töpfen, die ferromagnetisch sind. Ein kleines Zeichen am Topfboden ist das Indiz dafür, dass das Küchengeschirr für Induktion geeignet ist. Doch Vorsicht: Alte Töpfe können zwar magnetisch sein, sind jedoch für das Induktionsfeld trotzdem eher ungeeignet. Spielt man also mit dem Gedanken, ein Induktionsfeld anzuschaffen, sollte man damit rechnen unter Umständen das hochwertige Kochgeschirr auswechseln zu müssen.
Auch persönliche Vorlieben und Kochverhalten können den Neukauf beeinflussen, denn mit Induktion kocht man rasanter als mit Glaskeramik. Restwärme fällt bei einem Induktionskochfeld fast nicht an, ist das Feld aus, ist die Hitze weg. Das Garen auf den Punkt ist somit um vieles leichter.

 

Das Induktions-Kochfeld

Für die Induktions-Technik in der Küche spricht, dass Kochgut schnell und präzise erwärmt wird. Dabei erwärmt sich das Kochfeld nicht direkt, sondern nur durch die abstrahlende Hitze des Topfes: Das heißt, dass nichts auf der Oberfläche einbrennen kann und das Kochen insbesondere mit Kindern sehr sicher ist – selbst wenn Kinder aus Versehen den Herd einschalten oder auf die Platte fassen, passiert, solange kein Topf auf dem Kochfeld steht, nichts. Außerdem: Das Induktions-Kochfeld benötigt weniger Strom, als ein herkömmliches Glaskeramik-Kochfeld. Dieser Vorteil wird allerdings durch den hohen Anschaffungspreis des Kochfeldes zunichte gemacht. Außerdem kann es sein, dass relativ früh hohe Reparaturkosten für Besitzer eines Induktions-Kochfeldes zukommen.

Das Glaskeramik-Kochfeld

Das Glaskeramik-Kochfeld wird häufig fälschlicherweise mit der Markenbezeichnung „Ceran“ bezeichnet. Inzwischen sind die Kochfelder, die seit den 1970er Jahren produziert werden und auf Infrarottechnik basieren, sehr ausgereift. Das heißt, Reparaturen sind bei ordnungsgemäßer Bedienung eher selten notwendig. Zudem ist die Technologie sehr viel günstiger, als Induktionsherde. Sie verbrauchen weniger Energie als klassische Elektroplatten, erlauben kontrolliertes Kochen und sind gut zu reinigen. Allerdings bleiben die Platten des Glaskeramik-Kochfeldes heiß und die Verbrennungsgefahr ist hoch.

Autorin: Veronika Höldrich

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